IMIS

Die IMIS (International Music Industry Statistics) ist die wichtigste Industriestatistik für die MI-Branche. Die IMIS ermöglicht in monatlicher Abstufung die Erkennung von Trends und Jahreszyklen und verschafft Handel und Herstellern mehr Verständnis und Marktnähe.

Die IMIS ist einzigartig in der Branche. Es gibt keine weitere regelmäßige Datenerhebung der Musikinstrumenten- und Musikequipment-Umsätze in Deutschland auf Lieferantenbasis. Jedoch gibt sie noch nicht die Um- und Absätze des Gesamtmarktes wieder. Dennoch liefert die IMIS den Branchenteilnehmern umfangreiche und gesicherte Daten bezüglich Umsatzentwicklung und Umsatzvolumina und leistet somit einen Beitrag zur Findung von Maßnahmen für den Erfolg der Branche.

Seit 2007 ist die IMIS in 16 Produktgruppen aufgeteilt, die je nach Komplexität der Produktkategorie in weitere Untergruppen unterteilt sind. Somit ist es derzeit möglich, auch kleinere Marktsegmente erkennbar zu machen und zu durchleuchten.
Alle gemeldeten Zahlen werden durch eine unabhängige Unternehmensberatung ermittelt, die von der Society Of Music Merchants beauftragt wurde. Darüber hinaus sieht das Reglement der IMIS vor, mindestens drei meldende Teilnehmer in einer Warengruppe zu verpflichten, um die direkte Vergleichbarkeit auszuschließen.

Regelment

Zusätzliche Informationen über statistische Erhebungen des MI-Marktes finden Sie beim Statistischen Bundesamt
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IMIS – Marktvolumen und Umsatzanteile

Von der Stimmung der allgemein schwachen konjunkturellen europäischen Lage des Jahres 2013 beeinflusst, konnte sich der deutsche Musikinstrumenten- und Musikequipmentmarkt erneut nicht behaupten und befindet sich in einer leicht degressiven Phase.

Für das Jahr 2013 errechnet die IMIS1 für das Marktvolumen der Branche einen leichten Abwärtstrend von 1,9 Prozent. Somit sinkt der Wert erstmals wieder unter die 900-Millionen-Grenze seit 2010. Die Branchenstatistik fiel in der Jahresauswertung im Vergleich zum Vorjahr2 um 18 Millionen Euro auf 897 Millionen Euro Umsatz zu Endverbraucherpreisen. 

Als Grund für diesen gesamtdefizitären diversifizierten Markt ist unter anderem die schwache Konjunkturentwicklung innerhalb des deutschen und des gesamteuropäischen Marktes aufzuführen. Zudem drängen immer mehr fachfremde Onlinehändler auf das Parkett, die Musikinstrumente und deren Zubehör als profitablen Markt für sich entdeckt haben. Jedoch sind diese Händler nicht innerhalb der MI-Branche anzusiedeln. Weiter ist anzunehmen, dass Musikinstrumente und Musikequipment immer häufiger auch als Reimporte zu sehr günstigen Preisen von Trittbrettfahrern über Onlineplattformen auf dem deutschen Markt angeboten und verkauft werden.

Größere Umsatzeinbrüche konnten jedoch durch Zugewinne in den Warengruppen Recording Hardware, Beschallung, Computer-Software und Kabel sowie Licht-Equipment und Zubehör und andere nicht zuordenbare elektronische Produkte teilweise kompensiert werden. Bei genauer Betrachtung dieser Warengruppen zeichnet sich ein wahrnehmbarer positiver Trend in der Zugehörigkeit der Sparten ProAudio und Musikequipment ab. An Kraft verloren haben die Bereiche Schlagzeug & Percussion, Blasinstrumente, Saiteninstrumente und Tasteninstrumente sowie Mikrofone und Kopfhörer als auch DJ-Equipment.

1 IMIS (International Music Industry Statistics). Umsatz ohne Umsatzsteuer, gemessen an der freiwilligen Branchenstatistik der SOMM (32 Marktteilnehmer).
2 IMIS: korrekturbereinigt. Umsatz 2012 = 914 Millionen Euro / Alter Wert: Umsatz 2012 = 920 Millionen Euro).

Teilmärkte: MI/ProAudio/Musikequipment
In der Analyse des MI-Gesamtmarktvolumens generieren die Warengruppen des klassischen Instrumentariums wie Tasteninstrumente und Zubehör, Saiteninstrumente und Zubehör, Blasinstrumente und Zubehör sowie Schlagzeug & Percussion und Zubehör knapp die Hälfte (47 %) der Umsätze in Höhe von 418,5 Millionen Euro und bleiben damit nach wie vor die wichtigste Einkommensquelle der deutschen Musikinstrumenten- und Musikequipmentbranche und das Rückgrat der Branche.

Im wachsenden ProAudio-Bereich sind die Umsatzgewinne (2013: 293,4 Mio. Euro) in den Warengruppen der Mikrofone und Kopfhörer, Beschallung und Kabel mittlerweile so hoch, dass sie ein Drittel (32,7 %) des Umsatzes am Gesamtmarkt ausmachen.

Der boomende Bereich Computer-Software, Recording-Hardware und Licht-Equipment sowie der stagnierende Teilmarkt DJ-Equipment und der Teilmarkt „andere Produkte“ steuerten in der Kategorie Musikequipment über 20 Prozent des Umsatzvolumens bei.

IMIS - Umsatzanteile der einzelnen Warengruppen am Gesamtmarkt

Den größten Umsatzanteil innerhalb der Warengruppen der Musikinstrumenten- und Musikequipmentbranche hat nach wie vor der Bereich der Saiteninstrumente und Zubehör. Mit insgesamt 145,4 Millionen Euro Umsatz belegen Gitarre, Bass & Co. 2013 den Spitzenplatz, verlieren aber im Vergleich zum Vorjahr an Kraft und Abstand zur zweitplatzierten Warengruppe der Tasteninstrumente und Zubehör mit 140,9 Millionen Euro Umsatz, die ebenfalls an Marktvolumen einbüßte.

Zwei Teilmärkte im Fokus: Beschallung und Computer-Software
Mit Blick auf den Gesamtmarkt stechen zwei Teilmärkte der IMIS besonders hervor: zum einen der Bereich Beschallung, da er Jahr um Jahr stetig an Gewicht zulegt, und zum anderen der Sektor Computer-Software, der im letzten Jahr über 100 Prozent zulegen konnte. Beide Teilmärkte stellen wir detailliert in den beiden nächsten Abbildungen dar.

IMIS - Konjunkturverlauf Gesamtmarktvolumen

Bei der monatlichen Auswertung des Gesamtmarktvolumens der IMIS wird schnell deutlich, dass viele Produkte des MI-Marktes stark saisonal abhängig sind. So ist unverkennbar, dass Musikinstrumente- und Musikinstrumentenequipment besonders zur Vorweihnachtszeit geordert und zur Weihnachtszeit abverkauft werden.

Bei der kritischen Auseinandersetzung des Jahresumsatzverlaufs ist deutlich zu erkennen, dass es sich bei der IMIS um eine Erhebung innerhalb der Vertriebe handelt. So steigen bereits mit dem Monat September die Umsätze an, da erfahrungsgemäß die ersten Bestellungen für das Weihnachtsgeschäft getätigt werden. Vergleicht man das Jahr 2013 mit dem Umsatzverlauf des Jahres 2012, ist auffällig, dass ein zunehmendes Marktvolumen mit dem Monat September einsetzt und im Dezember mit einem Peak endet. Dennoch blieben die Marktwerte streckenweise unter denen des Vorjahres, sodass die Erwartungen vom Vorjahr 2012 nicht erfüllt werden konnten. Generell betrachtet präsentierte sich das gesamte Jahr 2013 bis auf die Monate Juli, September, Oktober und Dezember schlechter als im Vorjahr.

Weitere Informationen zur Branchenstatistik finden Sie im aktuellen Jahrbuch der Musikinstrumenten- und Musikequipmentbranche.

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