Studien

Zur Sensibilisierung und Stärkung ihrer Marktkompetenz beauftragt die Society Of Music Merchants verschiedene wissenschaftliche Institute und Marktforschungsunternehmen wie beispielsweise die Gesellschaft für Konsumforschung. Eine kontinuierliche und enge Zusammenarbeit mit diesen Einrichtungen ermöglicht es, den sich ständig wandelnden MI-Branchenmarkt zu beobachten und zu analysieren. Mittels Studien kann die Society Of Music Merchants relevanten Marktfragen nachgehen. Durch die professionelle Auswertung von erhobenen Markt- und Umfragedaten ist sie in der Lage, Gegebenheiten und Neuerungen rasch zu erkennen, aufzugreifen und an Mitglieder und Branchenteilnehmer weiterzugeben. Auf Trends kann so frühzeitig mit entsprechenden Investitionen reagiert werden.

Musikwirtschaft in Deutschland: Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung von Musikunternehmen unter Berücksichtigung aller Teilsektoren und Ausstrahlungseffekte

Die Teilbranchen der deutschen Musikwirtschaft haben im vergangenen Jahr insgesamt elf Milliarden Euro umgesetzt. Mit insgesamt 127.000 Selbständigen und Arbeitnehmern übertreffen sie die Erwerbstätigenzahlen jeder anderen Medienbranche. Die Bruttowertschöpfung lag dabei 2014 mit rund 3,9 Milliarden Euro sogar über der von Filmwirtschaft, Radioveranstaltern, Buch- oder Zeitschriftenverlagen. Innerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft leistet die Musikwirtschaft damit einen bedeutenden Beitrag zur Einkommensentstehung. 

Dies sind Ergebnisse der Studie „Musikwirtschaft in Deutschland“, die im September 2015 vorgestellt wurde und mit der erstmals fundierte Zahlen des musikwirtschaftlichen Gesamtmarktes mit seinen wichtigsten Teilsektoren vorliegen. Die Untersuchung wurde vom Institut für Kommunikationswissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena (IfKWJ) unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Seufert durchgeführt. Auftraggeber sind in Kooperation die wichtigsten Verbände der Musikwirtschaft, Förderer die Freie und Hansestadt Hamburg und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Ziel der Studie war es unter anderem, vorhandene Informationslücken in den Daten des statistischen Bundesamtes zur wirtschaftlichen Lage der Selbständigen und Unternehmen der deutschen Musikwirtschaft zu schließen, die Aussagekraft bereits bestehender Studien zu vervollständigen und damit die tatsächlichen Branchenrealitäten abzubilden. Zum anderen sollte erstmals für die gesamte Musikwirtschaft berechnet werden, welchen Beitrag zur Einkommensentstehung und Beschäftigung die Branche absolut gesehen, aber auch im Vergleich zu anderen Medienzweigen leistet. 

Die Studie „Musikwirtschaft in Deutschland“ finden Sie hier.

SOMM-Studie: Instrumentales Musizieren in Deutschland

Die SOMM – Society Of Music Merchants e. V . beauftragte im April 2012 die GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) erneut mit einer repräsentativen Haushaltsbefragung in der deutschen Gesamtbevölkerung zum Thema „instrumentales Musizieren“. Rund 11.000 Personen wurden mithilfe eines Fragebogens (GfK Panel Services) über ihre persönliche Einstellung zum aktiven Musizieren befragt. Die Stichprobe stellt einen repräsentativen Querschnitt aller deutschen Haushalte dar und ist insofern ein maßstabsgerechtes Abbild der deutschen Bevölkerung.

Das Ziel der Untersuchung war die Ermittlung von Einstellungen der deutschen Bevölkerung zum aktiven instrumentalen Musizieren und der Charakteristika musizierender und nicht mehr musizierender Haushalte. Dazu wurden Kenntnisse, Einstellungen und Verhalten zur Musik, zu Musikinstrumenten und zum aktiven Musizieren in schriftlicher Befragung bei Haushaltsvorständen erhoben.

Durch die Erhebung soziodemografischer und sozioökonomischer Merkmale der befragten Personen in den Haushalten, wie beispielsweise Alter, Geschlecht, Einkommen, Familiengröße, ist eine segmentspezifische Differenzierung der Stichprobe mit entsprechenden Analysen möglich.

Zusammenfassend kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass sich knapp 46 Prozent der Deutschen grundsätzlich für musikalisch halten. Im Gegensatz dazu sind erstaunlicherweise nahezu acht von zehn Personen der Meinung, dass man zum Musikmachen talentiert sein muss. Betrachtet man die tatsächliche Zahl der aktiv Musizierenden in Deutschland, kann abschließend festgestellt werden, dass in jedem sechsten Haushalt ein Musikinstrument gespielt wird. Dies entspricht 7,2 Millionen deutschen Haushalten und somit 14,5 Millionen Deutschen, die aktiv musizieren1.

Musikverwandte Themen sind sehr beliebte Freizeitbeschäftigungen: 87,4 Prozent aller Befragten hören regelmäßig Musik, 37,8 Prozent besuchen Konzerte und 35,9 Prozent der Deutschen interessieren sich für Musikinstrumente. Des Weiteren findet man in jedem dritten Haushalt (33,1%) ein Musikinstrument vor (Besitz von Musikinstrumenten). Ein aktives Spielen von Musikinstrumenten findet in 17,7 Prozent der Haushalte statt. Dieses Resultat lässt den Schluss zu, dass in den restlichen 6,2 Millionen Haushalten (15,4%) die vorhandenen Musikinstrumente nicht (aktiv) genutzt werden.

Abschließend ist noch zu erwähnen, dass auch das Grundinteresse am Musizieren bei den Personen, die zurzeit nicht aktiv ein Instrument spielen, abgefragt wurde. Dabei wurde deutlich, dass rund ein Drittel der Befragten (29,3%) gerne (wieder) ein Musikinstrument spielen würden. Fragt man nach den Gründen für deren Interesse am Musizieren, nennen die Befragten aus Spaß (79%), um Kreativität auszuleben (24,7%), als sinnvolle Freizeitgestaltung (22,7%), wegen der Anerkennung durch andere (4,8%) und um in einer Band zu spielen (1,9%) (s. Abb. Gründe für das Spielen von Musikinstrumenten).

1 Quelle: Mikrozensus, Statistisches Bundesamt (40,4 Mio. Haushalte in der BRD. 81,7 Mio. Einwohner bei durchschnittlich 2,02 Personen pro Haushalt).

Abb. Gründe für das Spielen von Musikinstrumenten

Die Studie „Instrumentales Musizieren in Deutschland“ kann gegen die Entrichtung einer Schutzgebühr bei der SOMM erworben werden.*

Kosten für SOMM-Mitglieder: 100,- EUR zzgl. 19% MwSt.
Kosten für Nicht-Mitglieder: 700,- EUR zzgl. 19% MwSt.

* Die Vervielfältigung der Studie ist untersagt. Eine Veröffentlichung der Studie ist nur nach Absprache und Genehmigung der SOMM – Society Of Music Merchants e. V. möglich.

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