23.05.2007

Verkaufszahlen für moderne Musikinstrumente stark steigend

Musikmachen boomt: Absatz von E-Gitarren und Digitalpianos in drei Jahren mehr als verdoppelt
Aktives Musizieren wird immer beliebter. Das beweist der stark beschleunigte Absatz von Musikinstrumenten in Deutschland. Zwischen 2003 und 2006 stieg zum Beispiel die Zahl der verkauften Elektrogitarren an Musikbegeisterte von 116.000 auf 275.000 – eine Steigerung von rund 137 Prozent. Auch das Interesse an Digitalpianos ist enorm gewachsen: Die Branche verzeichnet hier einen Sprung von 21.000 Stück auf 45.000 von 2003 bis 2006. SOMM e.V., Verband der Musikinstrumente- und Musikequipment-Branche, sieht sich darin bestätigt, dass in Deutschland in allen Bevölkerungsschichten aktives Musizieren wieder im Trend liegt.

"Wir beobachten eine enorm gesteigerte Nachfrage nach Instrumenten im Segment populäre Musik wie Rock, Pop und Jazz. Das vermehrte Interesse am Musizieren spiegelt auch die hohe Auslastung der Musikschulen wieder, was uns sehr freut", so Garry Baumeister, Geschäftsführer der SOMM. „Musikmachen ist wichtig für Menschen aller Altersgruppen. Über die positiven Effekte hinsichtlich der Lern- und Konzentrationsfähigkeit hinaus führt das gemeinsame Musizieren unterschiedlichste Menschen zusammen – über alle gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Grenzen hinweg.“

Sogar die Bundespolitik engagiert sich in zunehmendem Maße für die populäre Musik: Ende April wurde eine Vorlage der großen Parteien in den Bundestag eingebracht, in der neben der Förderung klassischer Musik mehr Aufmerksamkeit für populäre Musik wie Pop-, Rock- und Jazzmusik gefordert wird. Darin ersucht der Deutsche Bundesrat die Bundesregierung in einem 10-Punkt-Programm, die moderne Musikförderung entscheidend voran zu treiben.