05.04.2011

Musik an Schulen auf vorsteinzeitlichem Niveau – private Träger übernehmen immer mehr den Bildungsauftrag und sind maßgebliche Bildungsstütze

Berlin/Frankfurt, 5. April 2011 – Laut aktuellen Zahlen, die der Branchenverband der Musikinstrumenten- und Musikequipmentbranche – Society Of Music Merchants (SOMM) e. V. – im Rahmen der Musikmesse in Frankfurt vorstellte, liegt Musikzieren wieder voll im Trend. Das belegen die steigenden Umsätze in der Branche. Rund 1,3 Milliarden Euro* wurden mit Musikinstrumenten und Musikalien (Noten, Notenbüchern Lehrmedien, etc.) im Jahr 2009 laut aktueller Umsatzsteuerstatistik des Statistischen Bundesamtes umgesetzt.

„Die gesamte MI-Branche muss sich trotz guter Zahlen weiterhin anstrengen, das Thema des Musizierens auf hohem Niveau weiter zu diskutieren. Es kann unserer Meinung nach nicht sein, dass Musikförderung in Deutschland maßgeblich nur durch private Träger und Institutionen unterstützt wird und die Politik tatenlos dabei zuschaut, wie der theoretische und praktische Musikunterricht an deutschen Schulen auf ein vorsteinzeitliches Niveau sinkt, bei dem es an geschulten Lehrkräften und an Bildungsfinanzierung fehlt“ so Daniel Sebastian Knöll, Geschäftsführer der Society Of Music Merchants auf der Musikmesse in Frankfurt. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass aktives Musizieren die Kreativität und die allgemeine intellektuelle Entwicklung der Menschen fördert. Musizieren begünstigt zudem diszipliniertes Arbeiten und stärkt die Persönlichkeitsentwicklung. „Mittlerweile ist es leider die gesamte MI-Branche, die die musikalische Bildung – als einen wesentlichen Bestandteil der ganzheitlichen Bildung – zu einem Großteil fördert. Deshalb fordern wir die Politik dazu auf, endlich schlusszumachen mit leeren Worthülsen, in denen Bildung immer nur für Wahlkampfzwecke missbraucht wird“, so Knöll weiter.

Musik ist und bleibt elementare Ausdrucksform und Kompetenz des Menschen in allen Kultur und Zeiten. Musik gehört neben der Sprache, der Schrift und der bildenden Kunst zu den wichtigsten Kommunikationsformen. * Endverbraucherpreise (einschl. Umsatzsteuer)