SOMM - Society Of Music Merchants e.V. https://www.somm.eu/ de SOMM - Society Of Music Merchants e.V. https://www.somm.eu/typo3conf/ext/tt_news/ext_icon.gif https://www.somm.eu/ 18 16 TYPO3 - get.content.right XXXX Fri, 28 May 2021 11:40:00 +0200 [DMR / bdfm / SOMM / VdM] #SchlussMitPause: Am 21. Juni wird der Tag der Musik gefeiert https://www.somm.eu//somm-news-einzelansicht?tx_ttnews%5Btt_news%5D=698&cHash=63dd38f4332180695f09d11827dd972a Vorfreude liegt in der Luft: Nach über einem Jahr der pausierenden Live-Klänge kehrt die Musikszene... Vorfreude liegt in der Luft: Nach über einem Jahr der pausierenden Live-Klänge kehrt die Musikszene allmählich zurück. Und so wird am diesjährigen Tag der Musik, dem 21. Juni 2021, Musik endlich wieder hör- und erlebbar. Die Musikszene ist mehr als bereit und hat die Pause zur kreativen Weiterentwicklung genutzt: Musikmachende ebenso wie Zuhörer/innen und Musikbegeisterte. Positive Zeichen des Aufbruchs gibt es zahlreich, denn endlich können die Proben in der Amateurmusik in einigen Ländern wieder beginnen, die Musikfachhandlungen noch unter Einschränkungen das nötige Equipment liefern und die Musikschulen schrittweise wieder in Präsenz unterrichten.

Deshalb rufen der Deutsche Musikrat, die Society Of Music Merchants, der Verband deutscher Musikschulen und der Bundesverband der freien Musikschulen erstmals gemeinsam dazu auf den ersten Tag der Musik nach der Live-Pause zu nutzen und Musik wieder live erklingen zu lassen: #SchlussMitPause.

Hierzu Prof. Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates: „#SchlussMitPause: es geht wieder los - die Live-Musik kehrt schrittweise in unseren Alltag zurück. Ob draußen oder – mit pandemiebedingten Einschränkungen – drinnen: der ‘Tag der Musik‘ signalisiert den Neustart der Live-Musik und richtet den Blick auf die kulturelle Vielfalt in unserem Land, die es zu erhalten gilt. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den pandemiegerechten Möglichkeiten gemeinsamen Musizierens und Hörens ermöglichen mehr analoges Musikerleben, als derzeit praktiziert wird. Musik erleben und Musik machen ist immer noch gemeinsam am Schönsten, denn die Kraft der Musik ist nur im analogen Erleben mit all ihren Schwingungen erfahrbar.“

Hierzu Daniel Knöll, Geschäftsführer der Society Of Music Merchants: „Das Signal der kooperierenden Verbände, gemeinschaftlich den ‘Tag der Musik‘ mit seiner Strahlkraft zu feiern, ist besonderes in diesen Zeiten der Pandemie sehr wichtig. Musik ist nicht verstummt, sondern findet leider nur anders statt. Wie wichtig Musik für unser Leben ist, zeigt sich besonders deutlich in herausfordernden Zeiten. Musik machen und Musik hören verbindet, inspiriert und macht glücklich. Deshalb wollen wir den ‘Tag der Musik‘ dazu nutzen, auch im Musikfachhandel für Musizierende – da wo es geht – wieder da zu sein. Ob virtuell und/oder live. Musik muss wieder stattfinden können. Alle Musikinteressierten wollen wir deshalb dazu aufrufen am ‘Tag der Musik‘ aktiv Musik zu machen und bewusst Musik zu hören.“

Hierzu Prof. Ulrich Rademacher, Bundesvorsitzender des Verbandes deutscher Musikschulen: „Über 14 Millionen Menschen in Deutschland musizieren aktiv, und für noch viel mehr Menschen hat das Erleben von Musik, ihr Hören und Wahrnehmen, beglückende Momente und erfüllende Kraft. Öffentliche Musikschulen schaffen mit jährlich rund 1,5 Millionen Schülerinnen und Schülern Zugänge zum Musizieren und zum Musik-Erleben - vom jüngsten Lebensalter an und lebensbegleitend. Und diese Zugänge und Wege zur Musik zeigen sich in vielfältigen Wirkungsfeldern: in Musikschulen selbst, aber auch in der Zusammenarbeit mit Kindertageseinrichtungen, allgemeinbildenden Schulen, Amateurmusik-Vereinen oder Fördereinrichtungen. Im ‘Tag der Musik‘ kann diese Vielfalt und Wirkungsbreite nach den Einschränkungen durch die Pandemie sich nach und nach wieder zeigen: mit Musik kann Vieles wieder in Bewegung und zur Begegnung kommen, wieder klingen und Menschen zueinander führen. Kinder können wieder mit allen Sinnen lernen, gestalten und sich ausdrücken. Musik kann wieder die Menschen unmittelbar erreichen und sie in Resonanz zu ihrer Lebenswelt bringen. Die Musik war in der Zeit der Pandemie und in der Gegenwart ihrer Folgen nie verstummt. Sie hat vielen Menschen viel Kraft gegeben. Jetzt gilt es aber, das aktive Musikmachen wieder in den Alltag zu holen, aus den Wohnungen auf die Straßen und Plätze, in die Schulen und die Kitas, in die Musikschulen und die Vereine, ins Konzert und auf die Bühne. Der ‘Tag der Musik‘ soll uns allen ins Bewusstsein rufen, wie wichtig Musik für menschliches Leben ist.“

Hierzu Mario Müller, Vorsitzender des Bundesverbandes der freien Musikschulen: „Musik mag jeder! – Gerade das aktive Musizieren schafft Verbindungen egal welchen Alters oder Herkunft die Akteure sind. Der ‘Tag der Musik‘ soll genau dieses Gefühl ausdrücken. An diesem Tag ist es wichtig Musik nicht nur hörbar, sondern auch erlebbar zu machen. Viele Aktionen der unterschiedlichsten Akteure sollen zeigen, dass musizieren ein WIR-Gefühl hervorruft.“

Der Tag der Musik findet auf Initiative des Deutschen Musikrates seit 2009 jährlich statt, seit 2019 immer am 21. Juni. Am Tag der Musik wird die Bedeutung der Musik für unsere Gesellschaft unterstrichen und die Kulturelle Vielfalt gefeiert. Gleichzeitig eröffnen die Aktivitäten rund um den Tag der Musik Interessierten auch neue Zugänge zur Welt der Musik. Die Initiative Tag der Musik wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten gefördert. Als Medienpartner begleiten die ARD und Deutschlandfunk Kultur den Tag der Musik.

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Marktplatz Public Relations Startseite Fri, 28 May 2021 11:40:00 +0200
[SOMM] Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen https://www.somm.eu//somm-news-einzelansicht?tx_ttnews%5Btt_news%5D=699&cHash=cd3756149acd5c1312aa43a1372cc099 Das Bundeskabinett hat die Einrichtung eines 2,5 Milliarden Euro starken Sonderfonds für... Das Bundeskabinett hat die Einrichtung eines 2,5 Milliarden Euro starken Sonderfonds für Kulturveranstaltungen beschlossen. Er wird vom Bundesministerium der Finanzen und von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien verantwortet, die auch die Umsetzung des Programms koordiniert. Umgesetzt wird der Sonderfonds aber über die Kulturministerien der Länder. Unternehmen der MI-Branche, die auch Kulturveranstaltungen wie beispielsweise Konzerte durchführen, sind antragsberechtigt. 

Der Sonderfonds unterstützt die Wiederaufnahme und die Planbarkeit von Kulturveranstaltungen mit zwei zentralen Bausteinen: 

  1.  Einer Wirtschaftlichkeitshilfe für kleinere Veranstaltungen, die unter Beachtung Corona-bedingter Hygienebestimmungen der Länder mit reduziertem Publikum stattfinden. Diese Hilfe steht für Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen ab dem 1. Juli 2021 und für Veranstaltungen mit bis zu 2.000 Personen ab dem 1. August 2021 zur Verfügung. Durch eine Bezuschussung der Einnahmen aus Ticketverkäufen sollen die wirtschaftlichen Risiken reduziert und die Planbarkeit und Durchführbarkeit von Veranstaltungen verbessert werden.
  2. Der zweite Baustein ist eine Ausfallabsicherung für größere Kulturveranstaltungen, die für die Zeit ab dem 1. September 2021 geplant werden. Dies betrifft Konzerte und Festivals mit über 2.000 Besucher*innen, die einen langen Planungsvorlauf benötigen. Im Falle Corona-bedingter Absagen, Teilabsagen oder Verschiebungen von Veranstaltungen soll ein Teil der Ausfallkosten durch den Fonds übernommen werden.

Beide Elemente des Sonderfonds sollen Kulturveranstaltungen fördern. Somit geht es um Veranstaltungen wie Konzerte, Festivals, Opern, Tanz, Film, Theater, Musicals, Comedy, Lesungen und andere Kulturveranstaltungen – für die Einordnung als Kulturveranstaltungen sind die Rahmenbedingungen von Art. 53 AGVO maßgeblich

Die Kulturministerinnen und -minister der Länder hatten am 12. Mai 2021 zugestimmt, dass der Sonderfonds des Bundes von den Ländern operativ umgesetzt wird. Sie werden über ihre Landeskulturbehörden oder beauftragte Stellen die Antragsbearbeitung und Bewilligung durchführen. Es wird eine einheitliche IT-Plattform geben, über die Veranstaltungen registriert werden können. Die Freie und Hansestadt Hamburg betreut diese IT-Plattform für alle Länder. Um Rückfragen von Veranstalterinnen und Veranstaltern beantworten zu können, wird eine telefonische Beratungs-Hotline der Länder geschaltet. Das Land Nordrhein-Westfalen organisiert den Aufbau und die Betreuung dieser bundeseinheitlichen Hotline.

Weitere Informationen und Details zur Ausfallabsicherung für kleinere Kulturveranstaltungen Wirtschaftlichkeitshilfe oder Ausfallabsicherung für größere Kulturveranstaltungen (ab 2.000 Personen) finden Sie unter diesem Link.

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Marktplatz Thu, 27 May 2021 14:09:00 +0200
[Forum Musikwirtschaft] Urheberrecht: Forum Musikwirtschaft kritisiert minimalstes Entgegenkommen auf den letzten Metern https://www.somm.eu//somm-news-einzelansicht?tx_ttnews%5Btt_news%5D=697&cHash=c98a4f74e904be149afcc462c7985363 Das Forum Musikwirtschaft kritisiert die Übertragung  der europäischen DSM-Richtlinie in nationales... Das Forum Musikwirtschaft zeigt sich enttäuscht über die nach langem  Reden heute im Bundestag verabschiedete Novelle des Urheberrechtsgesetzes. Bis zuletzt hatten die Branchenverbände,  Künstler:innen, Rechteinhaber:innen und ihre wirtschaftlichen Partner  eine substanzielle Änderung des Gesetzesentwurfs von Anfang Februar gefordert. Nur an sehr wenigen Stellen ist man der Branche  entgegengekommen. So wurde das Tonträgerherstellerrecht aus der Direktvergütung entfernt, das Urheberpersönlichkeitsrecht hervorgehoben  und der Melodienschutz klargestellt. Weiter unklar ist hingegen die  Definition des sogenannten Pastiche, ebenso erhalten geblieben sind die  umstrittenen Bagatellgrenzen.

Es ist erschreckend, wie wenig das Wort der Künstler:innen hierzulande gilt. Selbst der Aufschrei von inzwischen 1.322 Künstler:innen quer durch alle Genres und  Bekanntheitsgrade, die sich für eine Korrektur des deutschen  Urheberrechtsentwurfs stark gemacht hatten, wurde seitens der Politik  kaum gehört. Die Nutzung von 15 Sekunden Musik oder 160 Zeichen Text  bleibt genehmigungsfrei zulässig.

Kurz vor Ablauf der Frist am 7. Juni wurde nun ein deutscher Sonderweg beschlossen, der in der  DSM-Richtlinie nicht vorgesehen ist. Diese Auslegung des SPD-geführten  Ministeriums kommt einer teilweisen faktischen Enteignung der  Rechteinhaber:innen und ihrer Partner:innen gleich und gefährdet erheblich den Kulturbetrieb in Deutschland. Inmitten des zweiten Corona-Jahres werden Urheber:innen, Künstler:innen und ihren  Partner:innen ihre digitalen Lizenzierungswege durch die tatsächlichen Rechtsfolgen verbaut, während pandemiebedingt Einnahmen aus dem  Live-Geschäft weitgehend ausbleiben.

Mark Chung,  Vorstandsvorsitzender des Verbandes unabhängiger Musikunternehmer*innen (VUT): „Die Gegner der bahnbrechenden europäischen DSM-Richtlinie haben  nach ihrer Abstimmungsniederlage im europäischen Prozess ihren  Einfluss, vor allem in der SPD, genutzt, um die harmonische europäische Lösung mit der deutschen Umsetzung soweit wie möglich zu untergraben. Der jedes Genre und jeden Bekanntheitsgrad umfassende Protest von mehr 1.300 Künstler*innen hat in letzter Minute zumindest einige Zugeständnisse bewirkt. Das heute mit der Regierungsmehrheit durchs Parlament gebrachte Gesetz bleibt im Ergebnis insgesamt  künstlerfeindlich, anti-europäisch und erschreckend praxisfern. Lizenzverhandlungen werden erschwert, viele Aspekte werden jahrelange  gerichtliche Auseinandersetzungen provozieren. Eine vertane Chance.“

Dr. Florian Drücke,  Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI): „Trotz einiger Änderungen am Text hat sich das Gesetz im Großen und Ganzen  seit einem Jahr nicht substantiell verändert, der deutlichen Kritik diverser Branchen zum Trotz. Es bleibt dabei, dass durch das Gesetz an  vielen Stellen unsere digitale Branchenrealität ignoriert und torpediert wird und damit vertragliche Beziehungen destabilisiert werden. Juristisch handwerklich wird sich einiges wohl erst vor den Gerichten  klären lassen, was bedauerlich ist. Dies umso mehr als für uns die  Befriedung der Urheberrechtsdebatte im Sinne des europäischen  Kompromisses im Vordergrund stand."

Dr. Götz von Einem,  Vorstandsmitglied des Deutschen Musikverleger-Verbands (DMV): „Die  Bundesregierung hat die Chance vertan, den auf EU-Ebene gefundenen  Kompromiss in ein ausgewogenes Gesetz zu übertragen. Statt  Urheber:innen, Künstler:innen und ihre wirtschaftlichen Partner zu  stärken und die Macht der Plattformen zu begrenzen, wurde aus Angst vor  der Netzgemeinde eine komplizierte Struktur entworfen, die in der Praxis alle Beteiligten vor große Herausforderungen stellen wird – und den Eindruck hinterlässt, dass die Politik kreativ Schaffenden nicht die Würdigung entgegenbringt, die sie verdienen.“

Patrick Oginski, stellvertretender Vorsitzender des Interessenverbandes Musikmanager  & Consultants (IMUC): „Leider haben es die Künstler und deren engste  Partner nicht geschafft ausreichend auf die verheerenden Folgen der nun  kommenden Regelungen einzuwirken. Die Auswirkungen werden bei  Ausschüttungen und Streitigkeiten zur Nutzung in den kommenden Jahren  deutlich werden. Ich kann nur hoffen, dass dann eine erneute Beratung und Anpassung stattfinden wird. Musik ist niemals Bagatelle! “

Über das Forum Musikwirtschaft
Das Forum Musikwirtschaft besteht aus den sechs maßgeblichen Verbänden des Wirtschaftsbereichs. Im Einzelnen sind dies der BDKV (Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft), der BVMI (Bundesverband der Musikindustrie), der DMV (Deutscher Musikverleger-Verband), die LIVEKOMM (Verband der Musikspielstätten in Deutschland),  SOMM (Society Of Music Merchants) und der VUT (Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen). Es umfasst damit die  wesentlichen Sektoren der Musikwirtschaft, die durch ihre komplexen  Wertschöpfungsstrukturen eng miteinander verzahnt sind. Das Forum versteht sich als Diskursraum, in dem zentrale Themen der  Musikwirtschaft identifiziert und erörtert werden, um sie an die Politik  und die Öffentlichkeit zu adressieren. Die Kooperation ist getragen von  dem Verständnis, sich auch mit anderen Marktteilnehmern auszutauschen  und damit situationsabhängig die Sicht aller Branchenakteure in ihrer  Gesamtheit zu reflektieren. Das Forum hat keine feste Verbandsstruktur  und strebt auch nicht die Position eines Dachverbands der Branche an. Vielmehr werden gemeinsame Themen gemeinschaftlich nach außen getragen,  wobei jeder Verband dabei vorrangig die Interessen seiner Mitglieder vertritt und für diese spricht.

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Marktplatz Thu, 20 May 2021 11:17:00 +0200
[SOMM/ Deutscher Musikrat (DMR)]: Förderprogramm Musikfachhandel wird verlängert und ausgeweitet https://www.somm.eu//somm-news-einzelansicht?tx_ttnews%5Btt_news%5D=695&cHash=22bf963bfe62439cc793f179387f5fac Kulturstaatsministerin Monika Grütters betont Bedeutung von Musikfachhandel, Vertrieb und... Das aktuell laufende Programm „NEUSTART KULTUR – Digitale Strukturen im stationären Musikfachhandel“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien wird ausgebaut. Ab dem 10. Mai 2021 können noch mehr Unternehmen der Bereiche Musikfachhandel, Vertrieb und Herstellung Förderanträge stellen. Die Antragsfrist wird bis zum 30. Juni 2021, die Umsetzungsfrist bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Durchgeführt wird das Programm vom Deutschen Musikrat (DMR) in Kooperation mit der SOMM – Society Of Music Merchants e.V., unterstützt vom VUT – Verband Unabhängiger Musikunternehmer*innen e.V. und dem Gesamtverband Deutscher Musikfachgeschäfte e. V. (GDM).

Kulturstaatsministerin Monika Grütters sagt: „Unsere in ihrer Vielfalt einzigartige Musikkultur ist ohne den Musikfachhandel undenkbar. Denn er versorgt den Profi- und Amateurmusikbereich mit hochwertigen Noten und Instrumenten. Zugleich sind die rund 2500 Fachgeschäfte in Deutschland genau wie Buchhandlungen vor allem Orte kultureller Begegnung. Indem wir das erfolgreiche Förderprogramm für den Musikfachhandel fortsetzen, helfen wir den vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen der Branche über diese schwere Zeit hinweg. Dadurch leisten wir außerdem über die Krise hinaus einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Infrastruktur unseres Musiklebens.“

Neben dem stationären Musikfachhandel, dem Tonträgerfachhandel und den mittelständischen Herstellern und Manufakturen von Musikinstrumenten, die bislang schon antragsberechtigt waren, können ab sofort auch Meisterbetriebe aus dem Bereich des Musikinstrumentenbaus sowie Musikverlage mit Schwerpunkt auf Noten (Papiergeschäft) und der Notengroßhandel Förderanträge stellen. Zusätzlich gibt es spürbare Erleichterungen bei der Antragsberechtigung auch für die bislang schon berücksichtigten Branchen.

Werden die Voraussetzungen erfüllt, so kann sich jedes Unternehmen mit bis zu 15.000 € fördern lassen. Bisher haben bereits über 200 Unternehmen die Möglichkeit zur Antragsstellung genutzt, um verstärkt in ihre digitalen Vertriebsstrukturen sowie in die Qualifizierung ihrer Beschäftigten zu investieren, beispielsweise durch eine zeitgemäße Hard- und Software, einen benutzerfreundlichen Webshop oder eine ansprechende Homepage.

Ab dem 10. Mai 2021 ist die Antragsstellung über das Online-Formular des Deutschen Musikrats wieder möglich. Alle wichtigen Informationen hierzu sind bereits vorab zu finden unter https://neustart-musik.musikrat.org/ oder unter der Service-Hotline 0228/2091-159.

 

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Public Relations Startseite Tue, 04 May 2021 12:34:00 +0200
[Forum Musikwirtschaft] Forum Musikwirtschaft begrüßt Initiative von 1.145 Bands und Musiker:innen https://www.somm.eu//somm-news-einzelansicht?tx_ttnews%5Btt_news%5D=696&cHash=0859654eef78aa8f411ee0b099baf045 Künstler:innen fordern Korrekturen bei der Urheberrechtsreform Das Forum Musikwirtschaft begrüßt die Initiative von 1.145 Bands,  Musikerinnen und Musikern rund um den Erstunterzeichner Peter Maffay,  die am Dienstag dieser Woche in einem Offenen Brief an  Bundestagsabgeordnete fundamentale Kriktik am aktuellen Regierungsentwurf zur Urheberrechtsreform geübt und „massive Eingriffe“  in ihre „künstlerischen Freiheiten zu Gunsten global operierender  Digitalkonzerne“ beklagt haben. Sie fordern deutliche Korrekturen am  Gesetzentwurf wie unter anderem die Rücknahme der sogenannten  „mutmaßlich erlaubten Nutzungen“; nach dieser Regelung können faktisch  bis zu 15 Sekunden aus einem Musikstück von nicht-kommerziellen  Nutzer:innen erlaubnis- und haftungsfrei öffentlich verwendet werden.  Weitere zentrale Forderungen betreffen den Schutz von  Lizenzverhältnissen statt der Schaffung wirtschaftlich nachteiliger  neuer pauschaler Vergütungsansprüche, die In-Verantwortungnahme der  Uploadplattformen für die dort stattfindende Nutzungen durch klare Lizenzierungspflichten für die Plattformen sowie insgesamt die Abkehr  vom deutschen Alleingang.  

Aus Sicht des Forums  Musikwirtschaft unterstreicht der Offene Brief ein weiteres Mal die  erheblichen Mängel des deutschen Gesetzentwurfs. Darüber hinaus  offenbart er, wie sehr in der Debatte seit Monaten die Realität und die  klar adressierten Sorgen der Branche negiert werden: Bereits im November  hatte sich eine Gruppe von damals 657 Künstler:innen mit einem Brief an  die Politik zu Wort gemeldet, der bis heute unbeantwortet geblieben  ist. Auf der andere  Seite aber zeigt der Zusammenschluss von 1.145  Künstler:innen quer durch alle Genres und Bekanntheitsgrade das klare  Zusammenstehen und die große Solidarität innerhalb der engverzahnten  Musikbranche, die seit Sommer 2020 immer wieder lautstark für eine  Korrektur der deutschen Urheberrechtsentwürfe eintritt.

Mark Chung,  Vorstandsvorsitzender des Verbandes unabhängiger Musikunternehmer*innen  (VUT): „Wenn man den Netzpolitiker*innen der SPD und Julia Reda, die  auf europäischer Ebene mit allen Mitteln gegen die Richtlinie gekämpft,  aber im demokratischen Prozess verloren haben, in Deutschland dann die  Federführung bei der Umsetzung derselben Richtlinie anvertraut, ist der  jetzige Gesetzentwurf das Ergebnis. Die zunehmende Wut der Musiker*innen  ist absolut verständlich – die Richtlinie sollte endlich ihre Position  verbessern, die deutsche Umsetzung bewirkt in der Praxis das Gegenteil.  Man vertraut darauf, dass wir das alle bis zur Wahl vergessen.“

Dr. Florian Drücke,  Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI): „Im  Gegensatz zu dem auf europäischer Ebene erreichten Kompromiss will der  deutsche Ansatz  die Rechteinhaber:innen teilentmündigen, indem er ihnen  die Kontrolle über entscheidende Teile ihrer Inhalte entzieht und nicht  zuletzt tief in die Vetragsfreiheit eingreift. Verhandeln heißt eben  auch Neinsagen können, diese Möglichkeit darf den Rechteinhaber:innen,  also den Künstler:innen und ihren Partnern, durch die Reform nicht genommen werden!“

Patrick Oginski,  stellvertretender Vorsitzende des Interessenverbandes Musikmanager &  Consultants (IMUC):  „Das Wort Bagatellgrenze in Bezug auf die freie  Nutzung von 15 Sekunden eines Stückes zeigt leider den Kern des  Problems: Es fehlt die Wertschätzung für die künstlerische Leistung.  Diese darf nicht Spielball bzw. unkontrollierbare Verschiebemasse der  großen Plattformen werden. Kompositionen sind der Kern eines jeden  Künstlers und niemals Bagatellen!“

Das Forum  Musikwirtschaft besteht aus den sieben maßgeblichen Verbänden des  Wirtschaftsbereichs. Im Einzelnen sind dies der BDKV (Bundesverband der  Konzert- und Veranstaltungswirtschaft), der BVMI (Bundesverband der  Musikindustrie), der DMV (Deutscher Musikverleger-Verband), dem IMUC (Interessenverband Musikmanager & Consultants),  die LIVEKOMM (Verband der Musikspielstätten in Deutschland), SOMM (Society Of Music  Merchants) und der VUT (Verband unabhängiger Musikunternehmer*innen). Es  umfasst damit die wesentlichen Sektoren der Musikwirtschaft, die durch  ihre komplexen Wertschöpfungsstrukturen eng miteinander verzahnt sind.  Das Forum versteht sich als Diskursraum, in dem zentrale Themen der  Musikwirtschaft identifiziert und erörtert werden, um sie an die Politik  und die Öffentlichkeit zu adressieren. Die Kooperation ist getragen von  dem Verständnis, sich auch mit anderen Marktteilnehmern auszutauschen  und damit situationsabhängig die Sicht aller Branchenakteure in ihrer  Gesamtheit zu reflektieren. Das Forum hat keine feste Verbandsstruktur  und strebt auch nicht die Position eines Dachverbands der Branche an. Vielmehr werden gemeinsame Themen gemeinschaftlich nach außen getragen,  wobei jeder Verband dabei vorrangig die Interessen seiner Mitglieder  vertritt und für diese spricht.

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Marktplatz Wed, 28 Apr 2021 15:54:00 +0200
[SOMM] Aktuelle Studie zum Amateurmusizieren: In Deutschland wird wieder mehr musiziert – Jeder Fünfte macht Musik https://www.somm.eu//somm-news-einzelansicht?tx_ttnews%5Btt_news%5D=694&cHash=f4f2bed148c2ccb4691da2d01e3245ae Die gestern vom Deutschen Musikinformationszentrum, eine Einrichtung des Deutschen Musikrates,... Die gestern vom Deutschen Musikinformationszentrum, eine Einrichtung des Deutschen Musikrates, vorgestellte Studie zeigt: 14,3 Millionen Menschen in Deutschland musizieren in ihrer Freizeit. 19 Prozent der Bevölkerung ab 6 Jahre in Deutschland machen demnach hobbymäßig Musik.
Im Vergleich zu einer von der SOMM – Society Of Music Merchants e.V., Verband der Musikinstrumenten- und Musikequipmentbranche, 2012 vorgestellten Studie ergibt sich ein positiver Trend, denn zu diesem Zeitpunkt musizierten rund 2 Prozent weniger.

Daniel Knöll, Geschäftsführer der SOMM: „Das ist eine erfreuliche Entwicklung, die zeigt, dass aktives Musikmachen mit Musikinstrumenten und Musikequipment immer noch im Trend liegt. Vor allem der Anteil der musizierenden Kinder und Jugendlichen ist besonders hoch, was gleichlautend auch bedeutet, dass die Attraktivität von Musikinstrumenten bei den jüngeren der Bevölkerung immer noch sehr hoch ist.“

Nichts geändert hat sich hingegen bei den zum Teil gravierenden Unterschieden in den verschiedenen soziodemografischen Gruppen: Gut gebildete Menschen mit höherem Einkommen musizieren etwa doppelt so oft wie Menschen mit niedrigerem sozioökonomischen Status.

„Dieses Ergebnis unterstreicht leider noch einmal zusätzlich die entscheidende Rolle des Musikunterrichts an allgemeinbildenden Schulen: nur hier wird musikalische Bildung einkommensunabhängig vermittelt. Wenn ich gleichzeitig vom Präsidenten des Deutschen Musikrats, Prof. Martin Maria Krüger, die Mahnung höre, dass in Deutschland rund 23.000 qualifizierte Schulmusiklehrer fehlen, ist das alarmierend. Seit Jahren appelliert auch die SOMM an die Politik, hier endlich zu handeln und diesen Missstand nachhaltig zu beseitigen“, so Knöll.

Hintergrund:

Durchgeführt wurde die Untersuchung im Auftrag des miz auf der Grundlage einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung vom Institut für Demoskopie Allensbach.

Die Untersuchung stützt sich auf insgesamt 1.208 Interviews und wurde im November und Dezember 2020 durchgeführt. In den Blick genommen wurde explizit das Musizierverhalten vor der Corona-Pandemie. Befragt wurde in einem repräsentativen Querschnitt die Bevölkerung ab 16 Jahre, darunter 331 Eltern, die Auskunft auch zum Musizierverhalten ihrer Kinder im Alter zwischen 6 und 15 Jahren gegeben haben. Der vollständige Ergebnis- und Methodenbericht steht unter www.miz.org/amateurmusikstudie zur Verfügung.

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Public Relations Startseite Thu, 25 Mar 2021 08:29:25 +0100
"Auch der Musikfachhandel muss wieder geöffnet werden - und zwar jetzt!" https://www.somm.eu//somm-news-einzelansicht?tx_ttnews%5Btt_news%5D=693&cHash=a00f7011ecf02e0c0b45f0210275611f „Durch die immer noch andauernde Schließung von Ladengeschäften, seit Ende letzten Jahres, stehen... „Durch die immer noch andauernde Schließung von Ladengeschäften, seit Ende letzten Jahres, stehen mittlerweile große Teile des stationären Musikfachhandels vor dem finanziellen Ruin. Der Handel mit Musikinstrumenten, Musikequipment, Noten und Tonträgern lebt von einer persönlichen Beratung und dem Kontakt zum Kunden. Wir gehören mit unseren Produkten ebenso wie Bücher zu den Erzeugnissen, die für Menschen eine hohe Relevanz in der Alltagsbewältigung aufweisen – gerade in Krisenzeiten. Deshalb ist es für mich nicht nachvollziehbar und inakzeptabel, weshalb hier mit zweierlei Maß gemessen wird. Die hier scheinbar zufällig getroffenen Entscheidungen entziehen sich jeglicher sachgerechten und sachorientierten Problemlösung und sind wettbewerbsverzerrend und diskriminierend. Es ist aus unserer Sicht nicht hinnehmbar, dass die Öffnung von Buchhandlungen, Bibliotheken, Museen, Galerien und Gedenkstätten stattfinden kann, der Musikfachhandel aber weiterhin geschlossen bleibt. Auch der Musikfachhandel gehört ganz klar zu den Kulturbetrieben und muss, genau so wie der Buchhandel, wieder geöffnet werden - und zwar jetzt!“

(Statement Daniel Knöll, Geschäftsführung SOMM e. V. zu den aktuellen Lockerungen der Corona-Regeln, 08.03.2021, MusikWoche)

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Marktplatz Startseite Mon, 08 Mar 2021 13:50:00 +0100
SchoolJam Online Recording Contest 2021 https://www.somm.eu//somm-news-einzelansicht?tx_ttnews%5Btt_news%5D=692&cHash=c655963680849b089ac2e8540eca8f04 The Music Never Stops Nachwuchsinitiative SchoolJam führt zum ersten Mal einen reinen Online-Musik-Contest durch. Die jungen Musiker*innen können ihre Aufnahmen zuhause anfertigen und einsenden. Preise im Wert von rund 15.000 Euro zugewinnen. Jede Menge Tutorials, auch für Lehrer. SchoolJam, Deutschlands erfolgreichste Nachwuchsinitiative, trägt mit einem neuen Contest der Corona-Pandemie Rechnung. Dabei wird das seit 20 Jahren alljährliche deutschlandweite Schülerband-Festival, bei dem über 100 junge Bands live auf die Bühne gehen, auf 2022 verschoben. An dessen Stelle tritt in diesem Jahr ein Recording Contest, der komplett online ausgetragen wird.

Aufgerufen sind alle jungen Musiker*innen bis 21 Jahre, ihre Musik zu Hause aufzunehmen und das Ergebnis einzusenden, egal ob Band oder auch nur Einzelperson. In zahlreichen Tutorials zeigt SchoolJam wie man z. B. den heimischen Rechner in ein feines Musikstudio umfunktionieren kann. Auch werden Wege aufgezeigt, wie mehrere Musiker*innen online miteinander musizieren können. Dabei werden zahlreiche Hinweise für Lehrer*innen gegeben, wie man so online Musikunterricht gestalten kann. Musikalisch ist alles erlaubt, egal ob Pop, Klassik oder EDM, Chöre und reine Instrumentalmusik.

Die so entstandenen Werke sollen bis 30. Mai 2021 bei SchoolJam eingereicht werden. Danach sucht eine Fachjury die Einsendungen heraus, die sich einem breiten Publikum in einem Online Voting stellen müssen. Dann entscheidet eine Jury aus prominenten Musikern
über den/die Gewinner(in/innen). Den Produzent(en)(innen) des besten Tracks winkt eine professionelle Mischsession in den Studios des Abbey Road Institutes in Frankfurt. Darüber hinaus können sich die Einsender über diverse Musikelektronik im Gesamtwert von rund 20.000 Euro als Preise freuen.

Über SchoolJam:
SchoolJam ist ein einzigartiges Non-Profit-Projekt zur Förderung der Musik an Schulen sowie die Unterstützung junger Nachwuchsbands. SchoolJam wird vom Bundesministerium für Familie und Jugend gefördert. In diesem Jahr hat SchoolJam den begehrten Live Entertainment Award (LEA) als beste Nachwuchsförderung erhalten.

Alle Informationen über SchoolJam finden sich unter www.schooljam.de/ 
Weitere Informationen für die Presse sowie Bilder und Logos und Bilder als Download: www.schooljam.de/presse/ 

Weitere Informationen für die Presse:
SchoolJam e.V.
Gerald Dellmann (1. Vorsitzender)
0152 217 32 609
info@schooljam.de 

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Marktplatz Mon, 01 Mar 2021 14:32:28 +0100
[Forum Musikwirtschaft] Nicht jeder Scheck heiligt die Mittel. Das Forum Musikwirtschaft zum Stand der Corona-Hilfen https://www.somm.eu//somm-news-einzelansicht?tx_ttnews%5Btt_news%5D=691&cHash=54370966d811f1d4800e58d7318c986d Überbrückungshilfe I, II und III, November- und Dezemberhilfe, Neustarthilfe, NEUSTART KULTUR I,... Überbrückungshilfe I, II und III, November- und Dezemberhilfe, Neustarthilfe, NEUSTART KULTUR I, Hilfsprogramme der Länder - das Förder-Füllhorn ist voll und eigentlich sollte man denken, dass Bund und Länder genug getan haben, damit alle die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise gut überstehen können. Wie kann es sein, mag man sich fragen, dass viele Wirtschaftsbereiche, etwa zahlreiche Unternehmensbereiche der Musikwirtschaft, die beachtlichen Hilfspakete dennoch kritisieren, für unzureichend halten und weitere Forderungen aufstellen? Das Forum Musikwirtschaft, die Allianz der maßgeblichen Wirtschaftsverbände der Branche, zeigt auf, warum ohne Nachbesserungen der aktuellen Hilfspakete ein ‚Neustart Musik‘ scheitern wird.

Zeitversetzte Betroffenheit
Die Hilfsangebote des Bundes und der Länder sind beachtlich, jedoch passen sie in vielen Fällen nicht auf die miteinander verzahnten Unternehmen der Musikwirtschaft. Ein grundsätzliches Dilemma besteht darin, dass das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) gelegentlich auf die Zuständigkeit des jeweils anderen Ministeriums verweisen. Wie das Forum Musikwirtschaft bereits mehrfach hervorgehoben hat, kann das Überleben des Wirtschaftszweigs mit seinen diversen Teilbranchen nur durch passgenaue Maßnahmen gesichert werden. Einer der Gründe besteht darin, dass der Zeitpunkt, an dem sich die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise bemerkbar machen, nicht in allen Teilbereichen identisch ist. Sie trafen zu Beginn des ersten Lockdowns zunächst die Clubs und Live-Veranstaltungsunternehmen. Auch der Musikfachhandel, die E-Musik-Verlage sowie die Rechteinhaber*innen an Bühnenwerken erlitten bereits sehr früh empfindliche Einbußen. Andere Bereiche des Wirtschaftszweigs werden aufgrund ihrer wirtschaftlichen Abhängigkeit von der Nutzung ihrer Rechte die Krise erst im laufenden Jahr in vollem Ausmaß spüren. So besteht der Großteil der Einnahmen von Urheber*innen und Musikverlagen in den Ausschüttungen der Verwertungsgesellschaften. Bereits jetzt ist daher abzusehen, dass sich aufgrund der seit März 2020 wiederholten Untersagung von Musikaufführungen sowie der Schließung von Gaststätten und Fitnessstudios die Einnahmeausfälle von Rechteinhaber*innen und ihrer Partner*innen bis ins Jahr 2022 fortsetzen werden.

Hoffnungslosigkeit bei Künstlervermittler*innen und Künstlermanager*innen
Wenn Konzert-, Tournee- und Festivalveranstaltungen, von deren Stattfinden weite Teile der Gesamtbranche wirtschaftlich abhängig sind, wieder anlaufen sollen, dürfen auch Künstlervermittler*innen, Musikmanager*innen, Musikverlage und sonstige Musikunternehmen nicht aufgrund fehlender oder für deren Geschäftsbereich nicht passender Förderungen auf der Strecke bleiben. So können sich Solo-Selbständige mit der Neustarthilfe, über die sie bis Ende Juni 2021 eine Betriebskostenpauschale bis zu 7.500 Euro erhalten können, zusammen mit der Grundsicherung über die kommenden Monate retten. Die in den vergangenen Monaten entstandenen Löcher werden sich damit allerdings nicht füllen lassen. Manager*innen und Künstlervermittler*innen sind zumeist kleinere Betriebe ohne relevante Fixkosten. Sie leben von Provisionen und Lizenzeinnahmen. Eine fixkostenorientierte Förderung greift hier kaum. Bei den Reisebüros wurden die entgangenen Provisionen als Fixkosten anerkannt. Für Künstlervermittler*innen und Künstlermanager*innen, deren Geschäftsmodelle mit denen von Reisebüros uneingeschränkt vergleichbar sind, wurde diese Brücke nicht gebaut. Diese unterschiedliche Behandlung erschließt sich dem Forum Musikwirtschaft nicht. Hier muss dringend nachgebessert werden.

Musikwirtschaft hofft auf NEUSTART KULTUR II
Seit Sommer 2020 läuft das Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR I. Mit fast 60 Einzelprogrammen und Mitteln in Höhe von gut einer Milliarde Euro, will die Bundesregierung dem Kulturbetrieb und der kulturellen Infrastruktur einen Neustart ermöglichen. Die Musikwirtschaft konnte an diesem Programm mit 150 Millionen für diverse Projekte partizipieren. Teile der Branche wurden zusätzlich aus dem Digitalisierungsprogramm gefördert. Zwar waren Programme im Bereich Musikclubs, Musikverlage und Künstler*innenförderung stark nachgefragt und die Mittel bereits erschöpft; das Förderprogramm für Live-Musikveranstalter*innen gab allerdings aufgrund förderrechtlicher Restriktionen und fehlender Passgenauigkeit für die Praxis Anlass zur Kritik. Für die Künstlervermittler*innen gibt es bisher keine Förderung, obwohl die BKM sie bereits in ihrem Programm NEUSTART KULTUR I ausdrücklich als Förderempfänger*innen erwähnt hat. Leider scheiterte ein geplantes Förderkonzept an den gesetzlichen Vorgaben.

Das Forum Musikwirtschaft regt an, die Programme für die Musikclubs, das Musikverlagsprogramm, die Künstler*innenförderung sowie für den Musikfachhandel in NEUSTART KULTUR II weiterzuführen und aufzustocken. Die Live-Veranstalter*innen drängen darauf, dass das bisherige Programm in der Anwendung vereinfacht und bis zum Jahresende 2022 verlängert wird. Vor diesem Hintergrund erwarten die Verbände, dass sie in die Planungen von NEUSTART KULTUR II einbezogen werden. In jedem Fall muss sichergestellt werden, dass die Programme im Spannungsfeld zwischen Schadensregulierung und Starthilfe tatsächlich dort ankommen, wo sie gebraucht werden.

Ohne Ausfallfonds kein Neustart des Live-Geschäfts
Mit großer Sorge betrachtet es das Forum Musikwirtschaft, dass der angekündigte Ausfallsfonds sowie der Wirtschaftlichkeitsbonus für die Kulturveranstalter*innen offenbar vorläufig auf Eis gelegt wurden. Da es Versicherungen für pandemiebedingte Konzertausfälle nicht mehr gibt, werden verantwortungsvolle Veranstalter*innen die teils millionenschweren Tourneerisiken nicht mehr auf sich nehmen können. Daher wurde ein staatlicher Ausfallfonds angeregt. Nachdem das Bundesministerium der Finanzen das Projekt groß angekündigt hat, will man nun offenbar erst abwarten, bis Veranstaltungen wieder durchgeführt werden können. Der Neustart für die Veranstaltungswirtschaft wird sich damit erneut erheblich verzögern.

Perspektive durch „Manifest Restart“
Die Musikwirtschaftsverbände unterstützen ausdrücklich das von der Veranstaltungswirtschaft vorgelegte „Manifest Restart“. Darin wird sehr detailliert aufgezeigt, wie – abgestimmt auf die konkreten Gegebenheiten der Spielstätten – Veranstaltungen unter individuellen Infektionsschutzmaßnahmen wieder stattfinden können. Dieses Konzept gewährleistet einen sicheren Raum für alle Besucher*innen.

Rückwärtsgewandte Urheberrechtsreform
Das Forum Musikwirtschaft wundert sich über die widersprüchlichen Signale der Bundesregierung an die Kultur- und Kreativwirtschaft: Während sie einerseits eine weitere Milliarde Euro ankündigt, um Deutschlands einzigartige kulturelle Vielfalt durch die Krise zu bringen, treibt sie andererseits die Reform des Urheberrechts mit einem rückwärtsgewandten Entwurf voran. Dieser wird für weite Teile der Kultur- und Kreativwirtschaft erhebliche Schäden zur Folge haben.

Prof. Jens Michow, Präsident des Bundesverbandes der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft (BDKV): „Bei der Musikwirtschaft geht es nicht nur um die Reparatur eines Motorschadens. Unsere Branche hat einen Kollateralschaden erlitten. Man kann versuchen, den Motor des Live-Geschäfts, von dem weite Teile der Gesamtbranche wirtschaftlich abhängig sind, wieder zum Laufen zu bringen. Viele Unternehmen und vor allem auch Musikverlage, Künstlervermittler*innen und Musikmanager*innen werden aber dennoch auf der Strecke bleiben, da sie bisher so gut wie gar keine Hilfen erhalten haben.“

Dr. Florian Drücke, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI): „Als Vertreter eines Sektors der Kreativwirtschaft, der Dank digitaler Resilienz aktuell deutlich weniger durch die Pandemie geschwächt ist als andere Teilbranchen, ist der derzeitige gesetzgeberische Ansatz mit Blick auf die Urheberrechtsreform extrem irritierend. Politisch scheint man offenbar bereit zu sein, massiv in die digitale Lizenzarchitektur unserer Branche einzugreifen und damit – statt die Rahmenbedingungen im Sinne der Richtlinie zu verbessern – die Rechte unserer Mitglieder zu beschneiden und etablierte Einkommensmöglichkeiten für Künstler*innen und ihre Partner*innen zu beschädigen.“

Birgit Böcher, Geschäftsführerin des Deutschen Musikverleger-Verbandes (DMV): „Die Krise ist für die Musikwirtschaft auch dann noch lange nicht vorbei, wenn sämtliche Lockdowns beendet sind. Der Dominoeffekt hat bereits eingesetzt und je länger die Krise andauert, umso weiter weg entfernt sich das Licht am Ende des Tunnels. Bund und Länder können jetzt mit rechtlichen Rahmenbedingungen – Stichwort Urheberrecht – und monetären Hilfen dazu beitragen, die Vielfalt unserer musikalischen Landschaft zu erhalten und so allen Musikschaffenden und ihren wirtschaftlichen Partner*innen zeigen, dass sie in den letzten Wochen und Monaten zugehört und verstanden haben.“

Wolfgang Weyand, Vorsitzender des Interessenverbandes Musikmanager & Consultants (IMUC): „Wenn man eine prosperierende Branche unverschuldet mit einem Berufsverbot belegt, müssen die politisch Verantwortlichen auch dafür sorgen, dass die Hilfsprogramme passgenau sind und Teilbranchen nicht vergessen werden. Andernfalls führt solches Agieren zu einer wirtschaftlichen Katastrophe von einer der wichtigsten Branchen der Kultur- und Kreativwirtschaft. Wir brauchen jetzt die Umsetzung der vom Forum Musikwirtschaft geforderten Maßnahmen. Und selbstverständlich müssen provisionsabhängige Vergütungen z.B. der Künstlermanager*innen und Agent*innen als Bemessungsgrundlage für Hilfsprogramme gelten, eine Schlechterstellung im Vergleich zur ebenfalls auf Provionsbasis arbeitende Reisebüro-Branche ist nicht hinnehmbar.“

Axel Ballreich, Vorsitzender des Verbandes der Musikspielstätten in Deutschland (Livekomm): „Um die deutsche Clublandschaft mit über 1800 festen Musikspielstätten und etwa 600 kleinen und mittleren Festivals beneidet uns ganz Europa. Diese diverse Kulturlandschaft braucht im nächsten Jahr dringender denn je eine reanimierende Anlaufhilfe sowie ‘Wiedereingliederungsmaßnahmen’. Unsere Kulturunternehmer:innen sind seit einem ganzen Jahr im Komplett-Lockdown und bis wir wieder von einer ‘normalen’ Konzertsituation sprechen können, brauchen wir für die nächsten Jahre dringend weitere Unterstützungen. Dies kann in Form von weiteren Stimulations- und Investitionsprogrammen erfolgen, wie sie von der Branche aktuell diskutiert werden.“

Daniel Knöll, Geschäftsführer der Society Of Music Merchants (SOMM): Nach wie vor ist es so, dass die eng miteinander verzahnte Musikwirtschaft besonders mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen hat. Der lange Lockdown setzt insbesondere dem Handel zu. Deshalb dürfen die Hilfsprogramme nicht dazu verkommen, ein Deckmantel zu werden, den man über die eigentlichen Probleme legt. Es muss vielmehr eine schnelle, unbürokratische Unterstützung sein, damit die Betroffenen aus der Kultur überhaupt noch handlungsfähig sind, um einen Weg aus der Pandemie zu finden. Wichtig dabei: ohne Anpassungen der Rahmenbedingungen an die aktuelle gesamtwirtschaftliche Lage der Musikwirtschaft – die Auswirkungen der Pandemie mit einbezogen – wird es in Deutschland leiser werden um die Musik.“

Jörg Heidemann, Geschäftsführer des Verbandes unabhängiger Musikunternehmer*innen (VUT): „Der kürzlich verabschiedende Gesetzentwurf zum Urheberrecht und die zusätzliche Milliarde für Neustart Kultur stehen sich paradox gegenüber. Wobei wir letzteres begrüßen, werden mit ersterem die Befürchtungen der unabhängigen Musikunternehmer*innen Realität: Die Regierung nimmt im zweiten Corona-Jahr sehenden Auges schwerwiegende Konsequenzen für Künstler*innen und ihre Partner*innen in Kauf. Darüber hinaus benötigt die Musikwirtschaft sowohl passgenaue Hilfsangebote als auch eine wirkliche Perspektive für die Zeit nach Corona.“

Das Forum Musikwirtschaft besteht aus den sieben maßgeblichen Verbänden des Wirtschaftsbereichs. Im Einzelnen sind dies der BDKV (Bundesverband der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft), der BVMI (Bundesverband der Musikindustrie), der DMV (Deutscher Musikverleger-Verband), der IMUC (Interessenverband Musikmanager & Consultants), die LIVEKOMM (Verband der Musikspielstätten in Deutschland), SOMM (Society Of Music Merchants) und der VUT (Verband unabhängiger Musikunter-nehmer*innen). Es umfasst damit die wesentlichen Sektoren der Musikwirtschaft, die durch ihre komplexen Wertschöpfungsstrukturen eng miteinander verzahnt sind. Das Forum versteht sich als Diskursraum, in dem zentrale Themen der Musikwirtschaft identifiziert und erörtert werden, um sie an die Politik und die Öffentlichkeit zu adressieren. Die Kooperation ist getragen von dem Verständnis, sich auch mit anderen Marktteilnehmer*innen auszutauschen und damit situationsabhängig die Sicht aller Branchenakteur*innen in ihrer Gesamtheit zu reflektieren. Das Forum hat keine feste Verbandsstruktur und strebt auch nicht die Position eines Dachverbands der Branche an. Vielmehr werden gemeinsame Themen gemeinschaftlich nach außen getragen, wobei jeder Verband dabei vorrangig die Interessen seiner Mitglieder vertritt und für diese spricht.

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Public Relations Startseite Mon, 22 Feb 2021 12:41:56 +0100
[SOMM] Wegen großer Nachfrage: Neue Online-Workshops für Musikfachhandel Deutscher Musikrat, GDM, SOMM und VUT beraten am 16. und 19. Februar bei Antragsstellung „NEUSTART KULTUR“ https://www.somm.eu//somm-news-einzelansicht?tx_ttnews%5Btt_news%5D=690&cHash=98b64a9a98eb8ae64711a2d88b6b2895 In dem aktuell laufenden Programm „NEUSTART KULTUR – Digitale Strukturen im stationären... In dem aktuell laufenden Programm „NEUSTART KULTUR – Digitale Strukturen im stationären Musikfachhandel“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien können Musikfachhändler und Hersteller Zuschüsse bis zu 15.000,- Euro beantragen. Wie eine erfolgreiche Antragsstellung gelingt und was alles gefördert werden kann, darüber informieren der Deutsche Musikrat, der Gesamtverband Deutscher Musikfachgeschäfte e. V. (GDM), die SOMM – Society Of Music Merchants e.V. und der Verband unabhängiger Musikunternehmerin*innen e.V. (VUT) am Dienstag, 16. Februar, und Freitag, 19. Februar jeweils um 16 Uhr.

Eingeladen sind alle interessierten Händler von Musikinstrumenten, Musikequipment, Noten und Tonträgern, sowie Herstellungsunternehmen, Manufakturen und Vertriebe von Musikinstrumenten und Musikequipment mit Sitz in Deutschland. Insgesamt stehen Fördermittel in Höhe von 4 Mio. Euro zur Verfügung, die gestaffelt nach Datumseingang der Antragsstellung vergeben werden.

In dem Online-Workshop am Dienstag, 16. Februar, werden die Gesprächspartner allgemein in das Programm einführen und anhand von Best Practice-Beispielen Anregungen gegeben.

Bei der Veranstaltung am Freitag, 19. Februar, wird es konkret um Fragen und Antworten rund um die Antragsstellung gehen. An beiden Terminen stehen Talk-Gäste aus allen Verbänden zur Verfügung: Dr. Thomas Strang, Programmleiter – Digitale Strukturen im stationären Musikfachhandel beim Deutschen Musikrat, Birgit Böcher, Geschäftsführerin des Gesamtverbandes Deutscher Musikfachgeschäfte e.V., Daniel Knöll, Geschäftsführer der SOMM - Society Of Music Merchants e.V. und Jörg Heidemann, Geschäftsführer des Verbandes unabhängiger Musikunternehmer*innen e.V.

Mit diesem  Link  können Interessierte kostenfrei an der allgemeinen Einführung in das Programm am Dienstag, 16. Februar 2021, um 16.00 Uhr teilnehmen.

Dieser  Link  gilt für das Gespräch am Freitag, 19. Februar 2021, um 16.00 Uhr, in dem es um konkrete Fragen rund um die Antragsstellungen gehen wird.

Nähere Informationen zum Programm unter  www.musikrat.dewww.somm.eu  oder  https://neustart-musik.musikrat.org/

 

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Public Relations Startseite Thu, 11 Feb 2021 10:41:12 +0100